Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung von kommunalen Klimaschutz- und anpassungprojekten sowie von kommunalen Informationsinitiativen

Die kommunale Klimarichtlinie des hessischen Umweltministeriums wurde überarbeitet, um Kommunen bei der Umsetzung ihrer Klimaschutzpläne noch effektiver unterstützen zu können. Neben neuen Förderschwerpunkten wurden u. a. auch die Förderquoten deutlich erhöht.

Mit der Klimarichtlinie werden investive Klimaschutz- und Klimaanpassungs-maßnahmen hessischer Kommunen gefördert. Außerdem können Öffentlichkeitsarbeit, Bildungs- und Informationsinitiativen im Klimabereich sowie die Beteiligung an Wettbewerben finanziell unterstützt werden.

Die wesentlichen Neuerungen bzw. Vorteile haben wir hier für Sie auf einen Blick zusammengefasst:

Erhöhung      der Förderquoten auf 90 % für Mitgliedskommunen des Bündnisses „Hessen      aktiv: Die Klima-Kommunen“ und 70% für andere Kommunen. Für Kommunen mit      Windenergieanlagen enthält die Richtlinie einen gesonderten      Fördertatbestand, hier bleiben die Förderquoten bei 90 %.

Die      Stellung der Kommunen im Finanz- und Lastenausgleich findet keine      Berücksichtigung mehr.

Neu      ist die Förderung der Einrichtung kommunaler Verleihsysteme von CO2-armen      Mobilitätssystemen sowie deren Anschaffung für den innerkommunalen      Gebrauch (z. B. (E-)Lastenfahrräder) als investive Klimaschutzmaßnahme.

Neu      ist auch die Förderung des Ausbaus des Trinkbrunnennetzes in urbanen      Räumen als kommunale Klimaanpassungsmaßnahme.

Neu      ist außerdem: Die Förderung von Maßnahmen zur Haus- und Hofbegrünung      privater Immobilieneigentümer als Klimaanpassungsmaßnahme in Kommunen.

Bei      Kommunen, die sich in direkter Nachbarschaft bzw. Nähe zu      Windenergieanlagen befinden, sind jetzt zudem Kommunen antragsberechtigt,      in deren Gemarkung sich auch repowerte Anlagen befinden. Die Entfernung      zur geschlossenen Wohnbebauung wurde von 2 km auf 3 km angehoben.

Neben      der Möglichkeit zusätzlich auch Fördermittel des Bundes im Rahmen der      Nationalen Klimainitiative (NKI) in Anspruch zu nehmen, ist jetzt auch      eine Kumulation mit dem Investitionsprogramm der HESSENKASSE möglich.

Interkommunale      Maßnahmen erhalten eine besondere Unterstützung.

Vor der Antragsstellung wird eine kostenfreie fachliche Vorfeldberatung durch die hessenENERGIE - Gesellschaft für rationelle Energienutzung mbH – empfohlen (Kontaktdaten s.u.).

Hintergrund:

Zum 01. Januar 2016 trat die Förderrichtlinie des Landes Hessen zur Förderung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekten sowie von kommunalen Informationsinitiativen in Kraft. Kommunen und kommunale Unternehmen können Fördermittel u. a. zur Umsetzung ihrer Klimaschutzpläne beantragen.

Ihr Ansprechpartner ist:
Herr Steffen Fiddecke
E-Mail: Steffen.Fiddecke@hessenenergie.de
Tel.:    +49 (0) 611 / 746 23 -46

 

Informationen zur Klimaschutzrichtlinie und zur Antragstellung finden Sie unter:

https://umwelt.hessen.de//klima/foerderung

https://www.wibank.de/wibank/klimaschutz/klimaschutz/385466

Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Energieefizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in den Kommunen 2017

Mit dem Förderangebot des Landes Hessen werden die hessischen Kommunen bei der Umsetzung von investiven Maßnahmen unterstützt, mit denen die Kommunen ihren Strom- und Wärmebedarf dauerhaft reduzieren und damit Energiekosten senken können.

Gefördert werden energetische Modernisierungsmaßnahmen an kommunalen Gebäuden, besonders energieeffiziente und vorbildliche Neubauten als Modellvorhaben sowie Solarabsorberanlagen und Energieeffizienzmaßnahmen in kommunalen Freibädern.

Hat sich die antragstellende Kommune im Rahmen  des Bündnisses „Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen“  zur Einführung und Einhaltung von Klimaschutzmaßnahmen verpflichtet, kann eine erhöhte Förderquote von zusätzlich bis zu 10 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gewährt werden.

 

https://www.energieland.hessen.de/dynasite.cfm?dsmid=501730